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AIDS:

Abkürzung für englisch acquired immuno deficiency syndrome, zu deutsch „erworbenes Immunmangel-Syndrom“. Auslöser dieser Krankheit ist das HI-Virus. Man steckt sich durch Kontakt mit Blut sowie bestimmten Sekreten (z. B. Samen- oder Scheidenflüssigkeit) von Infizierten an. Zwischen der Ansteckung mit dem HI-Virus und dem Ausbruch der Immunschwäche können sechs Monate bis zehn Jahre liegen. Dieses Virus verursacht beim Betroffenen eine ausgeprägte Schwächung des Immunsystems. Gegen Krankheiten und Infektionen mit Keimen, die für gesunde Menschen harmlos sind, kann sich der Körper deshalb nicht mehr wehren. Die Virusinfektion an sich führt nicht zum Tod, sondern die schweren Folgeerkrankungen der Immunschwäche. Durch antivirale Wirkstoffe kann man nach der HIV-Infektion den Ausbruch von AIDS verzögern und die Lebensqualität verbessern. Allerdings ist die Erkrankung bisher nicht heilbar. Vor der Ansteckung beim Geschlechtsverkehr schützen nur Kondome.

Anamnese:

Das Gespräch mit dem Arzt, das Ihre medizinische Vorgeschichte ermitteln hilft.

Anti-Baby-Pille:

siehe Pille.

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Baldrian:

(lateinisch Valeriana officinalis) Heilpflanze. Extrakte aus der Baldrianwurzel wirken beruhigend und erhöhen so die natürliche Einschlafbereitschaft. Bei leichten, vorübergehenden Unruhezuständen und nervös bedingten Einschlafstörungen ist Baldrian gut geeignet.
Ausführliche Informationen zum Baldrian finden Sie hier.

Barrieremethode:

Verhütungsmethode, bei der eine mechanische Barriere verhindert, dass die Samenzellen zur Eizelle gelangen. Beispiele sind: Diaphragma, Kondom, Portiokappe.

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Cervix uteri:

(auch Zervix) Gebärmutterhals. Die Verbindung zwischen Gebärmutter und Scheide. Siehe auch Uterus.

Cimicifuga racemosa:

lateinischer Name der Traubensilberkerze.

Coitus interruptus:

lateinisch für „unterbrochener Geschlechtsverkehr“. Sehr unsichere Verhütungsmethode, bei der der Mann seinen Penis vor dem Samenerguss aus der Scheide zieht.

Corpus luteum:

lateinisch für Gelbkörper.

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Depression:

psychische Störung mit Veränderungen in Stimmung und Antrieb. Die Depression ist insbesondere durch gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Antriebslosigkeit und verminderte Leistungsfähigkeit gekennzeichnet.
Mehr zum Thema Depressionen können Sie hier erfahren.

Diaphragma:

(auch Scheidendiaphragma oder Scheidenpessar) mechanisches Verhütungsmittel. Das Diaphragma ist eine weiche Kunststoffkappe mit einem flexiblen Außenring. Das Diaphragma liegt vor dem Muttermund (Portio) und verhindert so, dass die Samenzellen zur Eizelle gelangen. Es wird vor dem Geschlechtsverkehr eingesetzt und muss nach dem Geschlechtsverkehr noch einige Zeit in der Vagina verbleiben. Um die Sicherheit zu erhöhen, wird das Diaphragma zusammen mit einem Spermizid verwendet. Da der richtige Sitz des Diaphragmas entscheidend ist, muss seine Größe von Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin individuell ermittelt werden.

Dreimonatsspritze:

hormonhaltiges Verhütungsmittel. Der Arzt spritzt der Frau ein Gestagen in den Gesäß- oder Oberarmmuskel. Danach wird das Gestagen aus diesem Hormondepot im Muskel freigesetzt, bis nach drei Monaten die nächste Spritze gesetzt wird. Die Wirkung entspricht der der Minipille.

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Endometrium:

Gebärmutterschleimhaut. Nach der Empfängnis nistet sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut ein und wird dort versorgt. Kommt es nicht zur Befruchtung, stößt der Körper das Endometrium in der Menstruationsblutung ab.

Endometriose:

eine gutartige Erkrankung, bei der sich Zellen des Endometriums außerhalb der Innenschicht der Gebärmutter ansiedeln, zum Beispiel auf den Eileitern, den Eierstöcken oder dem Bauchfell. Diese Zellen sind ähnlichen zyklischen Veränderungen unterworfen wie die Gebärmutterschleimhaut selbst und können Menstruationsschmerzen auslösen oder verstärken. Teilweise verläuft die Endometriose auch schmerzfrei.

Extrauteringravidität:

Schwangerschaft, bei der sich die Eizelle außerhalb der Gebärmutter (Uterus) eingenistet hat, z.B. im Eileiter (so genannte „Eileiterschwangerschaft“) oder im Bauchraum.

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Femidom:

mechanisches Verhütungsmittel. Das Femidom, ein Kondom für die Frau, ist seit 2003 erhältlich. Es ist vergleichbar mit einer Kombination aus Diaphragma und Kondom. Das Femidom besteht aus einem inneren Ring, der vor den Muttermund geschoben wird, einem tütenartigen Polyurethanschlauch und einem äußeren Ring, der die Schamlippen bedeckt.

Folikel:

genauer Ovarialfollikel, das Eibläschen, die Einheit aus Eizelle und der sie umgebenden Hülle. Die Follikel sind bereits vor der Geburt angelegt und lagern in den Eierstöcken. In jedem Zyklus reift unter dem Einfluss des follikelstimuliernden Hormons ein Follikel heran (mitunter auch zwei oder mehrere). Beim Eisprung platzt der flüssigkeitsgefüllte Follikel und schleudert das Ei in den Trichter des Eileiters. Der heranreifende Follikel produziert das weibliche Geschlechtshormon Östrogen. Nach dem Eisprung bilden sich die Follikelreste zum Gelbkörper um, der das Hormon Progesteron bildet. Östrogen und Progesteron steuern den Sexualzyklus.

follikelstimulierendes Hormon (FSH):

von der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) gebildetes Steuerungshormon, das die Follikelreifung unterstützt.

FSH:

siehe Follikelstimulierendes Hormon.

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Gelbkörper:

entsteht im Eierstock nach dem Eisprung aus dem gesprungenen Follikel. Er bildet vor allem Progesteron, aber auch Östrogene. Wenn keine Schwangerschaft eintritt, stellt der Gelbkörper die Hormonproduktion ein, die Gebärmutterschleimhaut wird abgestoßen und es kommt zur Menstruation.

Gestagene:

Gelbkörperhormone, siehe Progesteron. Auch synthetisch hergestellte Substanzen mit der gleichen Wirkung wie Progesteron nennt man Gestagene.

Glycine max:

lateinischer Name der Sojapflanze.

Gravidität:

Schwangerschaft.

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HCG, auch hCG:

siehe humanes Choriongonadotropin.

HDL-Cholesterin:

„gutes“ Cholesterin; ein erhöhter Anteil an HDL-Cholesterin verringert vermutlich das Risiko von Arteriosklerose.

HIV:

(auch HI-Virus) Abkürzung für englisch human immunodeficiency virus, zu deutsch „humanes Immunmangel-Virus“, Auslöser von AIDS

Hopfen:

(lateinisch Humulus lupulus) Heilpflanze. Extrakte aus den weiblichen Hopfen-Blütenständen („Hopfenzapfen“) werden traditionell bei Unruhezuständen und nervösen Einschlafstörungen angewendet. Bekannt ist Hopfen auch als Würz- und Konservierungsmittel von Bier.
Ausführliche Informationen zum Hopfen finden Sie hier.

Hormonersatztherapie:

(HET, auch: Hormontherapie (HT), englisch: HRT = hormone replacement therapy) Behandlung mit Geschlechtshormonen in den Wechseljahren, um Symptome wie zum Beispiel Hitzewallungen, Schwindel und depressive Verstimmungen zu lindern. Diese Beschwerden werden vor allem auf den Mangel an Östrogenen zurückgeführt.

Hormonimplantat:

hormonhaltiges Verhütungsmittel. Es handelt sich dabei um ein Kunststoff-Stäbchen, das der Arzt in den Oberarmmuskel einsetzt, wo es über lange Zeit ein Gestagen abgibt. Die Wirkung entspricht der der Minipille.

Hormonpflaster:

hormonhaltiges Verhütungsmittel. Drei Wochen lang klebt man jede Woche ein Pflaster auf die Haut, welches ein Östrogen und ein Gestagen freisetzt. Nach einer Woche Pause verwendet man das nächste Pflaster. Die Wirkung entspricht der der Pille.

Humanes Choriongonadotropin (HCG oder hCG):

Plazentahormon, das von der befruchteten Eizelle und später von der Plazenta produziert wird. Es sorgt unter anderem dafür, dass der Gelbkörper weiter Progesteron abgibt, bis die Plazenta die Progesteronfreisetzung übernehmen kann. Beim Schwangerschaftstest weist man HCG im Urin nach.

Humulus lupulus:

lateinischer Name des Hopfens.

Hypericum perforatum:

lateinischer Name des Johanniskrauts.

Hypophyse:

Hirnanhangdrüse. Sie schüttet das Luteinisierende Hormon (LH) und das Follikelstimulierende Hormon (FSH) aus.

Hypothalamus:

Ein Gehirnareal, das zahlreiche wichtige Steuerungsaufgaben hat. Es regelt das gesamte vegetative Geschehen im Körper, von der Temperatursteuerung über Schlaf, Sexualität, Wasserhaushalt und Nahrungsaufnahme bis hin zum Blutdruck. Der Hypothalamus greift auch in den Hormonhaushalt ein bzw. wird durch diesen beeinflusst.

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Intrauterinpessar:

(IUP, Spirale) ein meist anker- oder T-förmiges Gebilde, welches zur Verhütung in die Gebärmutterhöhle eingelegt wird und dort mehrere Jahre verbleiben kann. Es gibt kupferhaltige Spiralen oder Gestagen freisetzende Spiralen.

Isoflavone oder Isoflavonoide:

in Pflanzen vorkommende Stoffe, von denen einige eine schwache östrogenartige Wirkungen besitzen. Siehe auch Phytoöstrogene.




Johanniskraut:

(lateinisch Hypericum perforatum) Heilpflanze. Extrakte aus Johanniskraut setzt man erfolgreich zur Behandlung von leichten und mittelschweren Depressionen ein. Das aus den frischen Blüten gewonnene Öl wird äußerlich zur Wundbehandlung verwendet. Ausführliche Informationen zum Johanniskraut finden Sie hier.

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Klimakterium:

Aus dem Griechischen stammender Begriff für "Wechseljahre". Überbegriff für die gesamte Umstellungszeit vor und nach der Menopause.

Knaus, Hermann:

(1892 - 1970)
österreichischer Chirurg und Gynäkologe, nach ihm ist die Knaus-Ogino-Kalendermethode, eine natürliche Verhütungsmethode, benannt.

Knaus-Ogino-Kalendermethode:

natürliche, allerdings unsichere Verhütungsmethode. Durch Beobachtung des Zyklus über einen längeren Zeitraum versucht man, die unfruchtbaren und fruchtbaren Tage der Frau vorherzusagen. An den fruchtbaren Tagen wird durch Enthaltsamkeit die Empfängnis verhindert.

Kondom:

(Präservativ, „Pariser“, „Gummi“) mechanisches Verhütungsmittel. Das Kondom ist eine dünne Hülle aus Latex, die zur Empfängnisverhütung und zum Schutz gegen sexuell übertragbare Erkrankungen vor dem Geschlechtsverkehr über den erigierten Penis des Mannes gestreift wird.
Kondome gibt es auch aus Polyethylen (PE) oder Polyurethan (PU), z.B. für Personen mit Latex-Allergie. Seit kurzer Zeit ist auch ein Kondom für die Frau erhältlich, das Femidom.

Kontrazeptiva:

empfängnisverhütende Mittel. „Orale Kontrazeptiva“ ist der Sammelbegriff für die verschiedenen Arten der Pille.

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Laparoskop:

eine Art Röhre, durch die der Arzt in den Bauchraum blicken kann und durch die auch medizinische Instrumente passen. Verwendung z.B. bei der Sterilisation der Frau.

LH bzw. Luteinisierndes Hormon:

Von der von der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) gebildetes Steuerungshormon, das den Eisprung und die Gelbkörperbildung fördert.

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Melissa officinalis:

lateinischer Name der Melisse.

Melisse:

(lateinisch Melissa officinalis) Heilpflanze. Extrakte aus Melissenblättern wirken gegen Schlafstörungen, Unruhezustände und nervös bedingte Magen-Darm-Störungen. Man hat für bestimmte Inhaltsstoffe der Melisse auch eine antivirale Wirkung nachgewiesen, und wendet Extrakte äußerlich gegen Lippenherpes an. Ausführliche Informationen zur Melisse finden Sie hier.

Menarche:

Das erste Auftreten der Menstruation bei jungen Mädchen in der Pubertät. Die Menarche findet meist im Alter zwischen 9 und 16 Jahren statt.

Menopause:

Die letzte Monatsblutung im Leben einer Frau. Der Termin der Menopause lässt sich erst rückblickend bestimmen. Denn erst nach mindestens einem Jahr ohne Regelblutung gilt es als sicher, dass die Menopause eingetreten ist.

Menstruation:

Monatsblutung (Periode, Regelblutung). Sie entsteht durch Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut, wenn die Eizelle nicht befruchtet worden ist. Der Beginn der Blutung ist als erster Tag des Zyklus definiert.

Minipille:

hormonhaltiges Verhütungsmittel, das nur geringe Dosen eines Gestagens enthält. Sie wirkt vor allem über eine Verfestigung des Schleims im Gebärmutterhals, sodass die Spermien am Eindringen gehindert werden. Zusätzlich verändert sie die Gebärmutterschleimhaut so, dass die Eizelle sich nicht einnisten kann. Auch eine Wirkung auf die Eileiter ist beschrieben. Mit Ausnahme eines Desogestrel-haltigen Präparats wird unter Einnahme einer Minipille nur bei wenigen Frauen der Eisprung gehemmt.

Myom:

gutartige Wucherung der Muskulatur, zum Beispiel der Gebärmutter Uterusmyom.

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Nidation:

Einnistung des befruchteten Eis in die Gebärmutterschleimhaut.


Östrogene:

(neuere Schreibweise auch Estrogene)
die wichtigsten weiblichen Geschlechtshormone. Sie werden vor allem in den Eierstöcken im Follikelgewebe gebildet. Nach der Menopause sinkt der Östrogenspiegel stark. Das bekannteste natürliche Östrogen ist Östradiol (Estradiol).
Es gibt auch synthetisch hergestellte Östrogene, die zur Verhütung (Pille, Hormonpflaster, Hormonimplantat, Vaginalring) und zur Hormonersatztherapie verwendet werden.

Ogino, Kyusaku:

(1882 - 1975) japanischer Gynäkologe, nach ihm ist die Knaus-Ogino-Kalendermethode, eine natürliche Verhütungsmethode benannt.

Osteoporose:

„Knochenschwund“, eine Erkrankung des Skelettsystems, bei der die Knochensubstanz abnimmt und sich die Feinstruktur des Knochengewebes verschlechtert. Als Folge kommt es häufiger zu Knochenbrüchen. Osteoporose kann im Alter und bei Frauen nach den Wechseljahren auftreten, aber auch als Folge von Krankheiten wie Diabetes oder einer Medikamentenbehandlung mit z. B. einer Langzeitbehandlung mit Glukokortikoiden ("Cortison").

Ovar, Plural: Ovarien:

Eierstock. Pflaumengroßes, paarig angeordnetes Organ. Zu Beginn der Pubertät enthalten die Eierstöcke etwa 400.000 bis 500.000 Eizellen. Rund 400 davon werden während der fortpflanzungsfähigen Jahre einer Frau heranreifen.
 

Ovulation:

Eisprung. Der Follikel im Eierstock platzt auf, und die Eizelle wird in den Trichter des Eileiters geschleudert.

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Pearl-Index:

beschreibt die Sicherheit von Verhütungsmitteln. Der Pearl-Index entspricht der Anzahl der Schwangerschaften pro 100 Frauen, die ein Jahr lang die jeweilige Methode zur Verhütung angewendet haben.

Perimenopause:

Die Phase kurz vor und nach der Menopause. "Peri" bedeutet soviel wie "um herum".

Phytoöstrogene:

Pflanzenstoffe, die eine schwache Östrogenwirkung besitzen.
Sie kommen beispielsweise in der Traubensilberkerze und dem Rotklee vor, aber auch in Nahrungsmitteln wie Soja, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten.

Pille:

(Anti-Baby-Pille) hormonhaltiges Verhütungsmittel, welches aus einer Kombination aus einem Östrogen und einem Gestagen besteht. Der Großteil der heutigen Pillen zählt zu den sogenannten Mikropillen. Mikropillen sind Kombinationen mit einem Östrogenanteil von unter 0,05 Milligramm (mg), also 50 Mikrogramm (µg), pro Tablette. Sie verhindert den Eisprung. Außerdem verändert sie die Gebärmutterschleimhaut, sodass sich ein Ei nicht einnisten könnte und verfestigt die Schleimbarriere im Gebärmutterhals, wodurch sie den Spermien ein Durchkommen fast unmöglich macht. Die Pille muss täglich eingenommen werden. Nach 21 Tagen macht man üblicherweise 7 Tage Pause, in der es zur Blutung kommt. Es gibt zum einen Präparate mit gleicher Hormondosis in jeder Pille. Eine weitere Möglichkeit sind Sequenz- oder Mehrphasenpräparate, bei denen die Pillen während des Einnahmezyklus unterschiedliche Hormondosen enthalten. Anders als die Pille wirkt die so genannte Minipille, die nur ein Gestagen enthält.

Pille danach:

Mittel zur Notfallverhütung mit hoher Hormondosis. Bis zu 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr kann die Pille danach den Eisprung verhindern bzw. verzögern. Diskutiert werden außerdem eine Veränderung der Beweglichkeit und/oder Überlebensfähigkeit der Spermien. Möglicherweise spielt auch eine Hemmung der Einnistung eines befruchteten Eis eine Rolle.

Plazenta (Mutterkuchen, Nachgeburt):

Die Plazenta ist ein Organ, das die Ernährung und Sauerstoffversorgung des Ungeborenen und den Austausch von Stoffwechselprodukten zwischen dem Blut der Mutter und des Kindes übernimmt. Die Nabelschnur dient als Verbindung zwischen der Plazenta und dem Ungeborenen. Nach der Geburt des Kindes wird die Plazenta als so genannte Nachgeburt ausgestoßen.
Die Plazenta hat auch eine Funktion im Hormonhaushalt und produziert unter anderem das humane Choriongonadotropin.

Portio:

Muttermund. Unterster Teil des Gebärmutterhalses (Cervix), der in die Scheide hineinragt.

Portiokappe:

mechanisches Verhütungsmittel. Die Portiokappe ist eine feste Kunststoff- oder Gummikappe, die vor dem Geschlechtsverkehr über den Muttermund (siehe Portio) gestülpt wird und sich dort festsaugt. Um die Sicherheit zu erhöhen, wird die Portiokappe zusammen mit einem Spermizid angewendet. Die Portiokappe muss nach dem Geschlechtsverkehr noch einige Zeit auf ihrem Platz belassen werden. Da der richtige Sitz der Portiokappe entscheidend ist, muss ihre Größe von Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin individuell ermittelt werden.

Postmenopause:

Die Phase nach dem endgültigen Ausbleiben der Monatsblutung. Jetzt stellt sich der Körper allmählich auf ein neues hormonelles Gleichgewicht ein.

Prämenopause:

Die Phase vor der Menopause. Also die Zeit, in der sich der Zyklus allmählich so verändert, dass er schließlich mit der Menopause zum Erliegen kommt. Häufig eine Zeit ausgeprägter hormoneller Schwankungen.

Prämenstruelles Syndrom (PMS):

unterschiedlich starke, mit dem Zyklus wiederkehrende Beschwerden, die etwa vier bis vierzehn Tage vor der Menstruation beginnen und bis zum Anfang der Blutung dauern. Typisch für PMS sind: Wassereinlagerungen im Körper und als Folge z.B. schmerzhafte Spannungen oder Schwellungen der Brust und der Geschlechtsorgane, Gewichtszunahme; Magen-Darm-Beschwerden; Kreuzschmerzen und Kopfschmerzen; psychische Beschwerden wie Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit, Unruhe oder Angst.

Progesteron:

Ein weibliches Geschlechtshormon, das vor allem in der zweiten Zyklushälfte durch den zum Gelbkörper umgewandelten Follikel gebildet wird (daher auch „Gelbkörperhormon“ genannt). Mit dem Erliegen des Monatszyklus sinkt die Progesteronmenge im weiblichen Körper. Es gibt auch synthetisch hergestellte Substanzen mit der gleichen Wirkung wie Progesteron, so genannte Gestagene. Sie werden zur Verhütung und zur Hormonersatztherapie verwendet.
Anwendung in Minipille, gestagenhaltigem Intrauterinpessar, Dreimonatsspritze.
Anwendung in Kombination mit Östrogenen in Pille, Hormonpflaster, Hormonimplantat, Vaginalring.

Pubertät:

Entwicklungsperiode in der Jugend. Die Pubertät beginnt mit der Ausbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale und endet mit der Geschlechtsreife. Beispielsweise bildet sich die Schambehaarung aus; bei Mädchen kommt es zum Brustwachstum und zur ersten Menstruation; bei Jungen beginnen die Hoden mit der Spermienproduktion.

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Rotklee:

(auch Wiesenklee; lateinisch Trifolium pratense) traditionell gegen Atemwegs- und Hauterkrankungen angewendete Heilpflanze. Wegen seines Gehalts an Isoflavonen verwendet man ihn neuerdings zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden. Allerdings gibt es keine Studien, die seine Wirksamkeit in diesem Anwendungsgebiet belegen.
Ausführliche Informationen zum Rotklee finden Sie hier.



Salbei, echter :

(lateinischer Name Salvia officinalis) Heilpflanze. Extrakte aus Salbeiblättern wirken antibakteriell und werden deshalb äußerlich bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum angewendet. Innerlich wirkt Salbei gegen übermäßiges Schwitzen und bei Verdauungsstörungen.
Ausführliche Informationen zum Salbei finden Sie hier.

Salvia officinalis:

lateinischer Name des Echten Salbeis (siehe Salbei).

Sojapflanze:

(lateinisch Glycine max) aus Asien stammende Speise- und Futterpflanze mit einem hohen Gehalt an Isoflavonen. Im asiatischen Raum ist Soja neben Reis eines der Grundnahrungsmittel. Es wurde beobachtet, dass asiatische Frauen deutlich seltener an Wechseljahresbeschwerden leiden. Dies führt man auf die sojareiche Ernährung zurück, wobei dieser Effekt noch nicht durch aussagekräftige Studien gesichert ist. Ausführliche Informationen zur Sojapflanze finden Sie hier.

Spermizid:

Spermien abtötendes Mittel.

Spirale:

siehe Intrauterinpessar.

Studie, klinische:

eine an freiwilligen Versuchspersonen durchgeführte Untersuchung eines Arzneimittels auf Wirksamkeit, Sicherheit und Unbedenklichkeit. Damit ein Arzneimittel die Zulassung erhält, muss der Hersteller anhand klinischer Studien dessen Wirksamkeit und Unbedenklichkeit nachweisen.

Symptothermale Methode:

natürliche Verhütungsmethode. Man bestimmt die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage des Zyklus, indem man – wie bei der Temperaturmethode – täglich nach dem Aufwachen die Körpertemperatur misst und zusätzlich die Beschaffenheit des Cervixschleims bestimmt.

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Temperaturmethode:

natürliche Verhütungsmethode. Man bestimmt die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage des Zyklus, indem man täglich nach dem Aufwachen die Körpertemperatur misst. Ein bis zwei Tage nach dem Eisprung kommt es zu einem Temperaturanstieg.

Thromboembolie:

Verschluss eines Blutgefäßes durch ein verschlepptes Blutgerinnsel.

Traubensilberkerze:

(lateinisch Cimicifuga racemosa) Heilpflanze aus dem Arzneischatz der nordamerikanischen Indianer. Extrakte aus dem Wurzelstock der Traubensilberkerze lindern Begleiterscheinungen der Wechseljahre, z. B. Hitzewallungen, Herzklopfen und Stimmungsschwankungen.
Ausführliche Informationen zur Traubensilberkerze finden Sie hier.

Trifolium pratense:

lateinischer Name des Rotklees.

Tuba (uterina):

Eileiter. Die Eileiter sind etwa zwölf Zentimeter lang und verbinden die Eierstöcke mit der Gebärmutter. Sie sind nicht mit den Eierstöcken verwachsen, sondern besitzen an ihrem Ende eine Art Trichter, mit dem sie die Eizelle auffangen können.

Tubensterilisation:

Sterilisation bei der Frau. Dabei werden operativ beide Eileiter durchtrennt. Vergleiche Vasektomie.

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Uterus:

Gebärmutter. Der Uterus ist sieben bis neun Zentimeter lang und ähnelt einer Birne. Die oberen zwei Drittel werden als Gebärmutterkörper (Corpus uteri) bezeichnet, das untere Drittel heißt Gebärmutterhals (Cervix). Als unterster Teil des Cervix ragt der Muttermund (Portio) in die Scheide (Vagina) hinein.

Uterusmyom:

gutartige Wucherung der Gebärmuttermuskulatur. Östrogene können das Wachstum eines Uterusmyoms fördern.

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Vagina:

Scheide. Teil der inneren Geschlechtsorgane der Frau. Die Scheide nimmt beim Geschlechtsverkehr den Penis des Mannes und das abgegebene Sperma auf. Die Samenzellen im Sperma wandern von der Scheide aus weiter über die Gebärmutter in den Eileiter, wo sie auf die Eizelle treffen.

Vaginalmykose:

Scheidenpilz-Erkrankung. Symptome sind oft Ausfluss, Juckreiz und Rötung.

Vaginalring:

hormonhaltiges Verhütungsmittel. Der Kunststoffring wird in die Scheide eingeführt und bleibt dort für drei Wochen, wo er ein Östrogen und ein Gestagen freisetzt. Nach einer Woche Pause verwendet man den nächsten Vaginalring. Die Wirkung entspricht der der Pille.

Valeriana officinalis:

lateinischer Name des Baldrians.

Vasektomie oder Vasoresektion:

Sterilisation beim Mann. Dabei werden operativ beide Samenleiter durchtrennt. Vergleiche Tubensterilisation.

vegetatives Nervensystem:

nicht dem Bewusstsein unterworfenes Nervensystem, welches die Lebensfunktionen steuert, wie z. B. Atmung, Verdauung, Stoffwechsel und Blutdruck.

Vulva:

äußere weibliche Geschlechtsteile.

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Zervix:

siehe Cervix

Zyklus:

(Menstruationszyklus). Regelmäßiger Wechsel zwischen fruchtbaren und unfruchtbaren Tagen im Körper einer Frau. Der Zyklus wiederholt sich in den Jahren zwischen der ersten Regelblutung (Menarche) und der Menopause in etwa jeden Monat einmal, normalerweise alle 22 bis 35 Tage.

Der Zyklus beginnt mit der Menstruation. Danach wird die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) aufgebaut. Bei einem Zyklus mit 28 Tagen erfolgt der Eisprung (Ovulation) etwa 12 Tage nach der Menstruation. Wenn keine Empfängnis stattfindet, stößt der Körper die Gebärmutterschleimhaut zusammen mit der unbefruchteten Eizelle aus, es kommt wiederum zur Monatsblutung.

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