Verhütung mit einem Kondom

Die erste genaue Beschreibung eines Kondoms (auch Präservativ oder "Pariser" genannt) stammt aus dem Jahre 1564. Allem Anschein nach war sein ursprünglicher Zweck nicht die Empfängnisverhütung, sondern der Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Dennoch ist das Kondom eines der ältesten Verhütungsmittel und (derzeit noch) das einzige für den Mann. Im Zeitalter von AIDS hat es wieder an Aktualität gewonnen. Das Kondom ist derzeit das am zweithäufigsten verwendete Verhütungsmittel.

Kondome sind aus hauchdünnem elastischen Material, zumeist aus Latex. Wenn Allergien oder Unverträglichkeiten gegen Latex bestehen, kann auf latexfreie Kondome ausgewichen werden. Sie sind allerdings etwas teurer. Wichtig ist die Qualität der Kondome. Es sollten nur solche mit Gütesiegel verwendet werden, z. B. mit CE-Kennzeichen.

Vor der ersten Anwendung sollte man sich in einer stillen Stunde mit der Handhabung vertraut machen. Denn obwohl das Prinzip einfach ist – das Kondom wird über das steife Glied gestreift – gibt es doch einige Fehlerquellen.

Über Apotheken ist auch ein Kondom für die Frau erhältlich. Es ähnelt einem herkömmlichen Kondom, besitzt aber zwei flexible Ringe: Einer wird in die Scheide in die Nähe des Muttermundes geschoben, der andere bedeckt die Schamlippen und verhindert, dass das Kondom ganz in die Scheide rutscht. Dieses Kondom für die Frau gilt als ziemlich sicher (Pearl-Index 1 - 2).

Das KondomVorteileVorteil:
Einfaches, gut verfügbares, relativ billiges und mäßig sicheres Verhütungsmittel (Pearl-Index 2 - 12), gewährt einen gewissen Schutz vor der Übertragung von Geschlechts-krankheiten.

NachteileNachteil:
Muss vor dem Geschlechtsverkehr übergestreift werden, was evtl. als störend empfunden wird, der Gefühlseindruck kann verändert sein. Selten Unverträglichkeitsreaktionen.






Meldung von Nebenwirkungen

Sie sind ...