Verhütung mit einer Portiokappe

Die Portiokappe ist eine Plastik- oder Gummikappe, die über den Muttermund (die Portio) gestülpt wird und sich dort festsaugt. Der Muttermund ist der unterste Teil des Gebärmutterhalses, der in die Scheide hineinragt (siehe Anatomie). Die Wirkung der Portiokappe ist mit der des Diaphragmas vergleichbar, doch ist die Portiokappe wesentlich kleiner.

Wie das Diaphragma, so muss auch die Größe der Portiokappe von einer Ärztin/einem Arzt individuell angepasst werden. Die Einlage der Portiokappe – übrigens mindestens eine halbe Stunde vor dem Geschlechtsverkehr – ist schwieriger als beim Diaphragma, weil sie noch genauer sitzen muss. Die Portiokappe wird vor der Anwendung mit einem Spermizid bestrichen. Ihr Sitz an Ort und Stelle muss mit den Fingern sorgfältig kontrolliert werden. Nach dem Geschlechtsverkehr bleibt sie noch für mindestens 6 Stunden über dem Muttermund. Inzwischen gibt es eine Weiterentwicklung der Portiokappe, eine Verhütungskappe aus Silikon. Ihr unterer Rand ist verdickt, außerdem besitzt sie eine Art Ventil, das den Ansaugeffekt verstärkt. Die Verhütungskappe muss nicht individuell angepasst werden. Sie wird ebenfalls in Kombination mit Spermiziden angewendet und kann bis zu 48 Stunden in der Scheide verbleiben. Sie gilt als recht sicher (Pearl-Index vermutlich 1 - 2).

VorteileVorteil:
Verhütung bei Bedarf, nur örtliche Wirkung

NachteileNachteil:
Die konventionelle Portiokappe ist kein besonders sicheres Verhütungsmittel (Pearl-Index 6), sie ist schwierig zu handhaben, häufigstes Problem ist das Verrutschen der Portiokappe beim Geschlechtsverkehr.






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