Nicht empfehlenswerte Verhütungsmethoden
Zu den Methoden, die nicht zur Verhütung empfohlen werden können,
gehören die Kalendermethode ("Knaus-Ogino") und der Coitus interruptus.
Verhütung mit der Kalendermethode
Die bekannteste Kalendermethode ist wohl die Methode nach
Kyusaku Ogino. Er kam aufgrund seiner Untersuchungen zu der Erkenntnis, dass der Eisprung zwischen dem 16. und dem 12. Tag vor der Menstruation erfolgt.
Als Lebensdauer der Spermien veranschlagte er drei Tage. Folglich, so
nahm er an, müsse der fruchtbare Zeitraum zwischen dem 19. und dem 12. Tag
vor der nächsten Regelblutung liegen.
Wegen der Schwankungen der Zykluslänge forderte er zunächst das Führen eines Menstruationskalenders über ein Jahr. Mit Hilfe einer Formel (erster fruchtbarer Tag = kürzester Zyklus minus 18, letzter fruchtbarer Tag = längster Zyklus minus 11) sollen dann die fruchtbaren Tage errechnet werden und an diesen Tagen eine Empfängnis durch Enthaltsamkeit verhindert werden.
Eine ähnliche Methode entwickelte in den 30er Jahren
Hermann Knaus, deshalb werden Knaus und Ogino oft in einem Atemzug genannt.
Vorteil:
Methode verlangt keinerlei Hilfsmittel.
Nachteil:
Unsichere Empfängnisverhütung (Pearl-Index 9), da trotz der
Aufzeichnungen über ein Jahr hinweg nicht vorhersagbare Zyklusschwankungen
auftreten können und sowohl Ei- als auch Samenzellen länger leben
als damals angenommen. Lange Phasen der Enthaltsamkeit sind erforderlich. NICHT EMPFEHLENSWERT!
Verhütung durch Coitus interruptus
Bei dieser Methode wird kurz vor dem Samenerguss der Geschlechtsverkehr unterbrochen und das Glied aus der Scheide gezogen. Allerdings werden häufig schon vor dem eigentlichen Samenerguss unbemerkt geringe Samenmengen abgegeben.
Nachteil:
Unzuverlässig (Pearl-Index 4 - 18), NICHT EMPFEHLENSWERT!
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