Verhütung mit der Spirale

Auch die Spirale ist ein Verhütungsmittel mit einer gewissen Tradition.

Ihren Namen hat sie von ihrer ehemaligen Form, die heutigen Spiralen sehen allerdings eher wie ein "T" oder wie ein Anker aus.

Häufig werden sie auch als Intrauterinpessar - IUP (englisch: intrauterine device - IUD) bezeichnet.

Im Wesentlichen werden die Spiralen unterschieden in:

  • Kupferspiralen, bei denen der senkrechte Schenkel mit Kupferdraht umwickelt ist
  • Hormonspiralen, die ein Gestagen abgeben.

Spiralen gibt es in unterschiedlichen Größen. Welche geeignet ist, kann die behandelnde Ärztin/der behandelnde Arzt z. B. durch eine Ultraschall-Untersuchung herausfinden.

Wie die Spirale wirkt, ist noch nicht genau bekannt. Spiralen, die Kupfer freisetzen, verändern wohl das Milieu in Gebärmutter und Scheide so, dass Spermien nicht überleben können bzw. nicht zur Befruchtung einer Eizelle fähig sind. Hormonspiralen wirken durch das Gestagen, das sie abgeben. Es hat dieselben Effekte wie das Gestagen in der Minipille. Da es direkt an der Gebärmutterschleimhaut wirkt, ist jedoch nur eine geringe Menge erforderlich.

Eine Spirale muss von der Ärztin/vom Arzt eingelegt werden. Der günstigste Zeitpunkt dafür ist gegen Ende der Monatsblutung. Da die Wirkung der Spirale nur bei korrekter Lage gewährleistet ist, sollte sie halbjährlich kontrolliert werden. Je nach Modell kann die Spirale 3 - 5 Jahre in der Gebärmutter bleiben.

VorteileVorteil:
Langfristiger, ziemlich sicherer Schutz (Pearl-Index 0,9 - 3 für Kupferspiralen, 0,16 für Hormonspiralen), kein Einnahmefehler möglich, zur Notfallverhütung bis zu 5 Tage nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr geeignet.

NachteileNachteil:
Verstärkung der Monatsblutung (aber: bei Gestagen-Spiralen mit dem Wirkstoff Levonorgestrel längerfristig Verringerung der Blutungsstärke), gewisse Gefahr von Entzündungen der Genitalwege.





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