Verhütung durch eine Sterilisation
Die Sterilisation als endgültige Form der Empfängnisverhütung kommt erst in Frage, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist. Zwar ist eine Sterilisation sowohl beim Mann als auch bei der Frau mit Hilfe der Mikrochirurgie häufig rückgängig zu machen, doch der Aufwand ist groß und das Ergebnis nicht in allen Fällen zufriedenstellend. Die Sterilisation ist also ein Schritt, der reiflich und sorgfältig überlegt werden sollte.
Sterilisation beim Mann
Beim Mann ist eine Sterilisation einfacher als bei der Frau. Sie wird häufig ambulant durchgeführt, d. h. ohne einen längeren Klinikaufenthalt. Unter örtlicher Betäubung wird seitlich rechts und links am Hodensack ein kleiner Schnitt in die Haut gemacht. Danach werden die Samenleiter durchtrennt. Bis zu einem halben Jahr nach der Sterilisation können sich im Samenerguss noch Spermien befinden, so lange ist eine andere Form der Empfängnisverhütung notwendig.
Sterilisation bei der Frau
Bei der Frau ist für die Sterilisation eine Vollnarkose erforderlich.
Unter bestimmten Voraussetzungen ist der Eingriff auch ambulant möglich,
es kann aber durchaus günstiger sein, dafür einen kurzen Aufenthalt
im Krankenhaus in Kauf zu nehmen. Durch einen kleinen Schnitt unterhalb des
Bauchnabels wird ein
Laparoskop in den Bauchraum eingeführt.
Die Eileiter werden elektrisch durchtrennt oder mit einem Kunststoff-Clip abgeklemmt.
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